Analog oder ISDN oder DSL

... – Verschiedene Zugänge zum Internet

Was ist Analog?

Was ist ISDN (Integrated Services Digital Network = Digitales Netzwerk mit integrierten Diensten)?

Was ist DSL (Digital Subscriber Line = Digitale Telefonleitung) und was sind die Unterschiede?

Analog und ISDN sind zwei verschiedene Telefonsysteme. Analog bezeichnet das herkömmliche System, ISDN die neuere, digitale Technologie.

In erster Linie besteht der Unterschied darin, das ISDN Ihnen zwei Telefonverbindungen über eine Leitung ermöglicht.

Will man über die Analog oder ISDN Technik ins Interne benötigt man ein Modem.

Ein Modem setzt binäre Daten aus dem Computer in akustische Signale um und passt diese den Gegebenheiten einer Telefonleitung an. Das gleiche tut es in umgekehrter Richtung für die empfangenen Daten.

Modems gibt es als interne Lösung, d.h. sie sind im Computer eingebaut und als externe Lösung, d.h. man verfügt über ein zusätzliches Gerät, das über ein serielles Kabel oder USB (Universal Serial Bus = Universelle Serielle Schnittstelle) mit Ihrem Rechner verbunden wird.

Analoge Modems arbeiten mit einer maximalen Übertragungsrate von 56k Bit/s (Übertragene Zeichen pro Sekunde).

ISDN Modems arbeiten mit einer maximalen Übertragungsrate von 72k Bit/s. Neben dem Surfen im Internet bieten diese Modems i.d.R. umfangreiche Zusatzfunktionen an, wie Faxen,  Anrufbeantworter, die direkte Einwahl in einen andern Rechner oder das Telefonieren über Ihren Computer.

DSL  ist eine weitere Technik. Sie dient allein der Internetnutzung und hat mit dem Telefonsystem nicht viel zu tun. DSL nutzt zwar die gleiche Leitung wie Ihr Telefon, blockiert diese aber nicht wenn Sie im Internet sind.

Die Übertragungsraten sind unterschiedlich .i.d.R. wird DSL als ADSL bezeichnet und angeboten. Das A steht für Asynchron. Gemeint ist, dass die Übertragungsgeschwindigkeit von Daten aus dem Internet (Download) anders, nämlich höher ist als die Geschwindigkeit mit der Daten von Ihrem Computer ins Internet (Upload) gesendet werden.

Die gängigen Systeme sind beim Download etwa 10 mal so schnell wie ISDN Modems. Beim Upload wird immerhin noch die vierfache Geschwindigkeit erreicht. Vorraussetzung für DSL ist das Sie an ein „altes“ Kupferkabel angeschlossen sind.

Anders als bei Analog und ISDN, wählen Sie sich mit DSL nicht über eine Rufnummer ins Internet ein. Ihr Computer baut eine echte Netzwerkverbindung auf. Dies ist ein wichtiger Unterschied! Ist ihr Computer nur über DSL mit Ihrer Telefonanlage verbunden, sind sogenannte 0190-Dialer ausgeschaltet. DSL wählt sich ja nicht ein. Auf der anderen Seite verfügt Ihr Rechner über alle Netzwerkfunktionalitäten – ihre Daten sind von überallher einsehbar! Dem Schutz Ihrer Daten muss daher ein besonderes Augenmerk gelten.

Der Betrieb einer „Firewall“ ist notwendig. Dies sind Programme die den Datenverkehr in einem Netzwerk überwachen.

Wer kann welchen Zugang nutzen und wie sind die Konditionen, die Kosten?

Analog kann prinzipiell jeder nutzen, der noch kein ISDN Telefon hat. Unternehmen die allerdings noch über analoge Leitungen verfügen, sollten sich überlegen zu wechseln. Ihre alten Telefone können Sie mit Hilfe eines Analog/Digital Wandlers weiterhin nutzen, so dass die Umstellungskosten im Rahmen bleiben. Der Vorteil liegen im niedrigere Verbindungsentgelt und in der Möglichkeit gleichzeitig zu telefonieren und zu faxen. Bei längeren Telefonaten erfahren Sie, über die Anklopffunktion, zusätzlich wer zwischenzeitlich versucht hat Sie zu erreichen.

Für ISDN brauchen Sie eine Freischaltung durch Ihren Telefonanbieter. Die meisten Unternehmen werden dies haben. Die Preise für Onlinezeiten entsprechen denen analoger Anschlüsse.

DSL können Sie sowohl auf Analog, als auch auf ISDN aufsetzen. Sie zahlen eine erhöhte Grundgebühr für die Bereitstellung (z.B. Deutsche Telekom € 12,99/Monat). Diese ist je nach Anbieter, bestehendem Vertrag und gewünschte Übertragungsrate unterschiedlich.

 Onlinekosten
 Unterschieden werden drei Modelle.

„Call by Call“
Sie wählen sich einfach ein und die Minuten die Sie im Internet sind, werden abgerechnet über Ihre Telefonrechnung. Die Kosten betragen ab 1 Cent pro Minute.

„fester Provider“
Sie schließen einen Vertrag mit einem Provider (Internetdienstanbieter) und zahlen eine monatliche Grundgebühr. Entweder haben Sie dann eine bestimmte Onlinezeit frei, oder das Verbindungsentgelt ist niedriger.

„Flatrate“
Sie schließen einen Vertrag mit einem Provider und bezahlen eine feste Summe jeden Monat. Wie lange Sie dann online sind und wie viele Daten Sie verschicken ist egal. Die Kosten sind immer gleich.

Viele Provider bieten sogenannte „unechte Flatrates“ an. Sie haben dann eine Zeit- und/oder Datenvolumenbegrenzung.

Für kleine Unternehmen ist die Flatrate in der Regel die kostengünstigste Alternative.

Echte Flatrates werden ab ca. € 25 pro Monat angeboten.

Als einmalige Kosten fallen eine Einrichtungsgebühr (je nach Anbieter, Telekom z.B. in Höhe € 74,95) und die Kosten für ein DSL Modem an. Generell lohnt sich hier der Preisvergleich. Ein DSL Modem kostet zwischen € 0 und € 150.

Veröffentlicht in background 5/02